Lawinensicherung am Trans Canada Highway #1

Der Trans-Canada Highway 1 ist die wichtigste Ost – West Strassenverbindung in KanadaSie ist über 7000 km lang und dadurch eine der längsten Verkehrsachsen der Welt. Speziell im Bereich der Rocky Mountains zwischen Salmon Arm und Banff führt die Strasse über Pässe wo sie von vielen Lawinen bedroht wird (z.B. 3 Valley Gap, Rogers Pass oder Kicking Horse Pass).

Im Gebiet von 3 Valley Gap in der Nähe von Revelstoke, war die Lawinensicherung bisher nur mit Strassensperrungen und Lawinensprengungen aus dem Helikopter möglich. Das wilde Gelände und die unberechenbaren Wetterbedingungen führten dazu, dass die Sicherungsarbeiten per Helikopter eine riskante Arbeit war und auf Zeiten mit Tageslicht und Flugwetter beschränkt waren.

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Bauarbeiten

Im 2016 wurde der kanadischen Niederlassung von Wyssen Avalanche Control AG vom Ministry of Transportation and Infrastructur der Auftrag zum Bau von 8 Sprengmasten im Gebiet 3 Valley Gap erteilt. Das Gelände ist stark zerklüftet, bewaldet und so steil, dass es fast senkrecht zur Strasse am Ufer eines Sees abfällt. Die Strasse ist den Lawinen und Steinschlägen aus dem Gebiet sehr stark ausgesetzt.

Der Arbeitsplatz für den Bau der Fundationen und Montage der Anlagen waren sehr anspruchsvoll bezüglich Steinschlagauslösungen auf die Strasse. Der Zugang für die Arbeiter meist nur am Sicherungsseil möglich.  Diese Situation wurde weiter erschwert, weil nur beschränkte Strassensperrungen möglich waren, weil eine Umleitung für die Verkerhsteilnehmer mind. 6 Stunden zusätzliche Fahrzeit bedeudeten.  Das Bau- und Montageequipe unter der Leitung von Walter Steinkogler, brauchten rund einen Monat um vier Masten erfolgreich zu installieren.

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Montage eines Mastenteiles für den Wyssen Lawinen-Sprengmast oberhalb der Strasse.
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Trans Canada Highway @1 im 3 Valley Gap Gebiet

Erfahrungen im ersten Winter

Strassensperrungen

Bereits im ersten Winter, nach der Installation von nur 4 der 8 Masten, konnten die gesamten Schliessungszeiten (inkl. Schneeräumung) auf 50% des langjährigen Durchschnitts reduziert warden.  Der Zeitbedarf für die Sicherungsarbeiten selber (vorbeugende Sprengungen) konnten von bisher rund 1 Stunde (für Ladungsvorbereitung, Helikopter beladen, fliegen und Ladungen abwerfern) auf rund 5 Minuten reduziert werden (gleichzeitige Auslösung aller 4 Sprengmasten).

Die neuen Sprengmasten ermöglichen die Sicherungarbeiten sehr einfach und schnell zu jeder Tages- und Nachtzeit bei jedem Wetter auszuführen.

Arbeitssicherheit:

Dank den neuen Sprengmasten kann die Arbeit zur Vorbereitung der Sprengladungen (mit erhöhtem Restrisiko) ausserhalb der gestressten Zeit von Lawinengefahrt erledigt werden. Die Sprengladungen in ruhigen Zeiten vorzubereiten, in die Magazinkasten abzufüllen und per Helikopter auf die Masten zu setzen, ist wesentlich sicherer für alle Beteiligten als wenn dies unter Zeitdruck alles zur gleichen Zeit gemacht werden muss. Die Leute können sich so auf eine Tätigkeit fokussieren und damit sauberer und sicherer arbeiten. Auch die Wetterbedingungen sind im Herbst wesentlich angenehmer als im Winter.

Arbeitsressourcen:

Normalerweise wenn im 3 Valley Gap Lawinengefahr herrscht, sind auch andere Regionen und Strassenabschnitte von Lawinen bedroht. Dank der neuen Anlagen können die Ressourcen der Mitarbeiter schneller wieder für Sicherungsarbeiten in anderen Gebiete freigegeben werden.

 

Video Link zu Global news: http://globalnews.ca/news/3058550/avalanche-control-technology-to-shorten-trans-canada-closures/

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Installation vom Wyssen Sprengmasten
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Installation of Wyssen Avalanche Towers.
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Nachladen beim Magazinkasten by MoTI personnel.
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Endinstallation vom Wyssen Sprengmast Highway 1
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