Eine eindrückliche Geschichte wie im Skigebiet Samnaun eine Skipiste wiedereröffnet wurde, welche vor Jahren infolge rückläufiger Schneemengen geschlossen werden musste.

Die Bergbahnen Samnaun unternehmen grosse Anstrengungen um ihren Gästen ein perfektes Schneesporterlebnis anbieten zu können. Dies beinhaltet den Bau von top modernen Beförderungsanlagen, komfortablen Restaurants und natürlich perfekt präparierte Pisten. Natürlich ist aber auch die Gesamtplanung eines Skigebietes, wie die Anordnung der Pisten und Bahnen im Gelände,  für das Gästevergnügen fundamental. Das heisst es ist wichtig, wie angenehm und einfach die Schneesportler sich innerhalb des Skigebietes bewegen können und wie attraktiv die Skipisten sind. Nicht weniger wichtig ist natürlich auch die Sicherheit der Gäste und damit u.a. auch die Massnahmen zur Bekämpfung der Naturgefahren wie Lawinen.

Um die Rückfahrt der Schneesportler ins Tal zu optimieren wurde entschieden eine Talabfahrt wieder zu eröffnen welche vor Jahren infolge Schneemangel geschlossen werden musste. Diese Piste lag in einem Seitental und war direkt über einem Bachbett angelegt. In den letzten Jahren war nicht mehr genügend natürlicher Schnee gefallen um die Steine im Bachbett genügend zu überdecken um mit den Pistenfahrzeugen eine Abfahrtspiste anzulegen.

So wurde geplant einen Skiweg am Hang oberhalb des Bachbettes anzulegen, weil über dem Bachbett viel zu viel künstlich hergestellter Schnee benötigt gewesen wäre. Die Investition und die Betriebskosten für eine Beschneiungsanlage für solch riesige Schneemengen ist natürlich nicht realisierbar. Aber auch für den geplanten Skiweg am Hang musste eine Beschneiungsanlage projektiert werden. Dazu mussten Schutznetze entlang des Weges zur Absturzsicherung und ferngesteuerte Lawinensprenganlagen eingeplant werden. Die gesamten Investitionen wurde mit rund 3.5 Millionen Euro veranschlagt.

Glücklicherweise kam einer der Angestellten der Bergbahnen Samnaun auf die fantastische Idee mit der künstlichen Lawinenauslösung die grossen Mengen benötigten Schnee über das Bachbett zu bringen, wo die ursprüngliche Piste lag. Das war natürlich ein Experiment weil es kaum mögliche war vorauszusagen ob genügend Schnee ausgelöst werden konnte. Aber der Versuch lohnte sich natürliche weil man ohnehin eine Sprenganlagen zur Lawinensicherung brauchte um die Sicherheit der Schneesportler zu gewährleisten.

Lawinensicherung Skiweg (1)
Lawinensicherung Skiweg (2)

Das Resultat war überwältigend. Obwohl es im ersten Winter nach der Installation der Lawinensprenganlagen viel weniger Schnee als normal hatte, funktionierte die Idee des Mitarbeiters der Bergbahnen Samnaun perfekt. Dank dem grossen Effekt der installierten Wyssen Lawinen-Sprengmasten konnten grossflächig Lawinen ausgelöst werden um genügend Schnee ins Bachbett zu bringen. Zusätzlich war natürlich auch die Lawinengefahr eliminiert worden.

Neben dem grossen wirtschaftlichen Nutzen, hat diese Lösung auch ökologische Vorteile. Auf der einen Seite konnte die Veränderung des Landschaftsbildes, dank dem hinfällig gewordenen Bau des Skiwegs am Hang, der Schutznetze und der Beschneiungsanlage, vermieden werden. Auf der anderen Seite aber auch die Einsparung der grossen Mengen Energie und Wasserressourcen für die Beschneiung.

Der wirtschaftliche Nutzen ist einerseits natürlich die Reduktion des Investitionsbedarfs um 3 Millionen Euro und anderseits die Einsparung der regelmässig anfallenden Betriebs- und Unterhaltskosten der Beschneiungsanlage.

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